Donnerstag, 20. Dezember 2012

Adoptions-Gelüste oder nur Futter für die Medien?
Mini-Merkel-Fanclub mit Tokio-Bill und Piraten-Julia

Mit solchen Fans kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen

Sind der frisierte Tokiot Bill Kaulitz und das selbsternannte Politik-Shootingsternchen Julia Probst heimliche Kinder der bundesrepublikanischen Frontfrau und Kanzlerin Angela Merkel? Oder wollen sie nur von der Mutter der Nation adoptiert werden? Es darf spekuliert werden. Eines scheint jedenfalls mehr als wahrscheinlich: Der geschniegelte Bill von Tokio Hotel und die auch in angedrohten (oder versprochenen) Öffentlichkeitsarbeit-Abstinenzen allgegenwärtige Möchtegern-Bundestagsabgeordnete Julia Probst, die schon ein knappes Jahr vor der Bundestagswahl in Interviews darüber nachdenkt, ob sie ihr Mandat nicht doch lieber zurück gibt, scheinen so eine Art Geschwister zu sein - zumindest sind sie Brüderchen und Schwesterchen im Geiste.

Fast zeitgleich schwärmten der wie immer perfekt geschminkte Kaulitz und die noch hart an ihrer Selbstdarsteller-Karriere arbeitende Jung-Piratin Probst von niemand geringerem als der derzeitig immer noch regierenden Angela Merkel. Dem Sänger vermittelt sie "das Mama-Syndrom", bei der er das Gefühl habe, "in guten Händen zu sein".

Die sonst eher an den Lippen des Fussball-Schwaben Jogi Löw hängende Halbsatz-Lippenleserin Probst schwärmte bei einem Interview mit einem Berliner Mini-Lokalsender gebärdenreich davon, wie die Bundeskanzlerin sie in den Arm genommen habe und sich in dieser Quasi-Mutter-Tochter-Pose habe ablichten lassen. Das hautnahe Merkel-Meeting gehört zu den Lieblings-Anekdötchen der Probst; sie gibt sie bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zum Besten - nicht ohne sich immer wieder bitterlich darüber zu beklagen, dass sie das Foto mit der Merkel immer noch nicht in ihre mediale Trophäenschau habe einreihen könne. Das klingt nach einem ersten kleinen Mutter-Tochter-Konflikt - aber das gehört wohl auch zu so einem innigen Verhältnis.

Probst-Karriere-Beobachter denken allerdings schon darüber nach, ob die Probst nicht bereits in kluger Vorausschau auf einen Wechsel in die Merkel-Partei schielt - vielleicht als Behinderten-Beauftragte in einer großen Koalition demnächst?

Das wäre als Piratin kaum möglich. Als solche machte sie sich in ihrem jüngsten Interview aber schon mal Gedanken darüber, dass sie durchaus bereit sei, demnächst die Regierungsgeschäfte als weiblicher Superman der Behinderten in einer ganz bunten Koalition mit zu übernehmen. Wenn die Sozialdemokraten endlich umdenken würden in Sachen Vorratsdatenspeicherung sei sie jedenfalls durchaus bereit zu einer Koalition mit der SPD.

Vielleicht ergänzt sie aber doch lieber gemeinsam mit ihrem Bruder im Geiste und Merkel-Mitschwärmer Bill Kaulitz die DSDS-Jury. Als Mini-Merkel-Fanclub haben die beiden sich ja bereits gefunden. Seite an Seite mit Bill am Tisch mit dem Pöbel-Bohlen müsste sie an ihrer Frisur dann allerdings noch arbeiten.

Norbert Jos Maas

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